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Poitou-Charentes

Das Landschaftsbild Poitou-Charentes ist sehr vielseitig, bestehend aus Küstengebieten mit Sandstränden am Atlantik und dem Hinterland mit Hügeln, Weinbergen, weiten Weizenfeldern und einem Moorgebiet in der Gegend von Poitiers.
Die lange Geschichte der Region hat ihre Spuren hinterlassen und so können sich heute noch Besucher an romanischen Klöstern, Burgen, Festungen und Schlösser erfreuen. Besonders interessant fuer Naturliebhaber ist eine Bootstour durch das Sumpfgebiet des Marais Poitevin (100.000 ha.), nordöstlich von La Rochelle. Ebenso reizvoll ist ein Besuch oder eine Radtour (ausgeschilderte Radwanderwege) im Naturreservat Lilleau-des-Niges. Mehr als 300 verschiedene Vogelarten kommen jedes Jahr zum nisten und überwintern. Salzteiche, Erdhügel und Deiche sind charackteristisch für das Landschaftsbild.
Ausgelassen wird hier auf der Insel Ré das Fest der Vögel (la fête de l'Oiseau) gefeiert, das jedes Jahr hier stattfindet. Der Hauptort ist Portiers. Die lange bewegte Geschichte der Stadt setzt der Stadt ihren Stempel auf. Es gibt neben Resten aus der Steinzeit, wie Dolmen (vorgeschichtliches Bauwerk aus Steinblöcken), Überreste der Antike, wie Ruinen einer römischen Arena (1. Jh.,) oder frühchristliche Kapellen Baptistère St-Jean, das älteste sakrale Bauwerk des Landes (Mitte des 4. Jh.,).
Das beeindruckendste Sakrale Bauwerk der Stadt ist die Kathedrale St-Pierre (Bau 12. Jh. - 14. Jh.). Das Chorgestühl im Inneren der Kirche (13. Jh. ) ist das älteste Frankreichs. Sehr interessante Gotteshäuser sind auch die Église de Montierneuf (11. Jh.) und die Kirche Notre-Dame-la-Grande (12. Jh.). Sehr sehenswert sind auch die archetiktonisch interessanten Bauten wie die spätgotiischen Universitätsgebaeude Hôtel Fumé und Hôtel Berthelot, die Mauer der Eleonore von Aquitanien, eine ehemalige mittelalterliche Befestigungsanlage und der romanische Palais de Justice, die ehemalige Residenz der Grafen. Zu den attraktivsten Museen zählen das labyrinthisches Museum Musée Sainte-Croixund, das Espace Mendès-France mit Ausstellungen über Wissenschaft, Technologie, Industrie und ein Planetarium.
Eine sehr reizvolle Stadt ist La Rochelle im Norden Poitou-Charentes. Der moderne Ferienort hat einen 12 km langen Sandstrand. Besonders beliebt ist die die 800 m lange Promenade du Mail, auf dieser Strandpomenage befindet sich neben einer Badeanstalt und einem Park auch ein Kasino. Diese Promenade ist einer der beliebtesten Treffpunkte in der Stadt. Der alte Hafen der Stadt ist eines der reizvollsten Häfen des Landes. La Rochelle wurde im 10.Jh. von Fischern auf einem flachen Felsen, in den Salzsümpfen angelegt. Heute bildet der Vieux Port das Zentrum der Altstadt, die von zwei Uferstrassen eingefasst wird. Dort wo die Strassen aufeinandertreffen befindet sich die Statue des Admiral Duperre. Der 42 m hohe Turm St.-Nicolas (Festungsturm) und der Ketten-Turm (Tour de la Chaine) stehen im Hafen. Früher verband man sie jeden Abend mit einer Kette, um fremde Schiffe aus dem Hafen fernzuhalten. Der Tour de la Chaine war einst ein Pulvermagazin. Dieser Turm ist mit eine Befestigungsmauer mit dem Leuchtturm, Tour de la Lanterne (ehemaliges Gefängnis) verbunden.
Der Jachthafen Port des Minimes ist der größte Jachthafen der Atlantikküste (3200 Liegeplätze). Hier befindet sich auch das Aquarium am Jachthafen, eines der grössten Europas (3 Mill. l. Meereswasser). Geht man vom Hafen durch das alte Stadttor im Uhrenturm, so kommt man auf den Place Barentin und ins Zentrum der mittelalterlichen Altstadt. Hier ist das gotische Rathaus (15.Jh.) mit kleinem Museum, das Haus von Heinrich II., das Hôtel de la Bourse (18.Jh.). Besonders charmant ist die Hauptstraße Rue du Palais, mit Arkaden und einigen öffentlichen Gebäuden. In der Altstadt befinden sich auch einige interessante Museen: das Naturkundemuseeum Musée d’Histoire, in einer ehemaligen Gouverneursresidenz, das Musée du Nouveau Monde (Museum der Neuen Welt) in einen prächtigem Patrizierhaus, das Museum Orbigny-Bernon ( Geschichte La Rochelles) und das Kunstmuseum Musée des Beaux-Arts im bischöflichen Palast.
In Rochele werden verschiedene Stadtführungen angeboten. Eine 2 stündige Führung durch die historische Altstadt, eine 1 ½ stuendige Kutschfahrt oder eine nächtliche Führung durch die historische Altstadt. Die Ortschaft ist aber auch bekannt wegen seiner etwas anderen Museen. wie das Schifffahrtsmuseum an Bord, eines ausgedienten meterologischen Schiffes, das Parfümflaschen Museum, das Automatenmuseum, das Naturkunde Museum, die Galerie Rochelaise (Waehrugsmuseum) oder das Modelbaumuseum (historische Szenen, computergesteuerte Seeschlacht und Modelleisenbahn)

Eine weitere sehr reizvolle Ortschaft, ist der von Weinbergen umgeben Ort Cognac, dessen Name weltweit bekannt ist. Im ca. 60.000 ha großen Weinanbaugebiet, um die Stadt, wird der Weinbrand produziert, der den Namen Cognac tragen darf (.geschützte Herkunftsbezeichnung). Einige der ansässigen Cognachersteller können besichtigt werden.Der Charakter der ehemaligen Römerstadt ist geprägt von dem Weinanbau, der langen Geschichte und der Lust zum feiern. Bekannt ist das Städtchen auch wegen seinem jedes Jahr im April stattfindende Kriminalfilm-Festival. Fuer 4 Tage sieht man hier hochkarätige Schauspieler und Regisseure. Die Ortschaft selber hat eine reizende Altstadt mit malerischen Gassen und alten Herrenhäusern (16. und 17. Jh.). Ein besonders bemerkenswerter sakraler Bau, ist die Eglise Saint-Leger (15. Jh.). Sehenswert ist auch das Chateau des Valois, Geburtshaus von Francois 1. Das Schloß (13. Jh.) liegt gegenüber dem machtigen Stadttor Porte Saint-Jacques (16. Jh.). Beim Rathauspark befindet sich ein recht ansehliches Kunstmuseeum