Midi-Pyrénées
Die Region Midi-Pyrénées im Südwesten Frankreichs ist sehr gebirgig (Pyrenäen, Kalksteinplateaus), nur entlang der Garonne ist Flachland. Diese fruchtbaren Ebene wird genutzt. Hochebenen, Sandböden, Schluchten, Tropfsteinhöhlen, Moore, dichte Wälder mit Kastanienbäumen und Kiefern sowie beeindruckende Naturparks prägen das Landschaftsbild. Dieses Gebiet hat seinen Urlaubern neben der abwechslungsreichen Landschaft, auch ein reiches kulturhistorisches Erbe wie mittelalterliche Städte, katharische Schlösser und sakrale Bauten, zu bieten. Die bedeutendste Stadt ist Toulouse. Bei Feinschmweckern ist die Gegend bekannt wegen der Aramgnac Herstellung und dem Roquefort Käse.
Die wichtigste Stadt und Hauptstadt von Midi-Pyrénées ist Toulouse. Die Universitätsstadt und Konstruktionsort der Caravelle, Concorde und des Airbus, ist eine der geschäftigsten Städte Frankreichs. Gerne wird sie Ville rose genannt. Das hat seinen Ursprung in der Bauweise der mittelalterlichen Stadt. Weil die Steinbrüche der Gegend keine Steine mehr hergaben, verwendete man die roten Ziegelsteine zum Bauen. Die Häuser (Renaissance-Stil) der wunderschönen Altstadt (um die Place Esquirol) sind sehr sehenswert. Dieser Stadtteil ist Fußgängerzone.
Herausstechend ist das als Capitole bekannte Rathaus (16. Jh), auf dem gleichnamigen Platz, das Herz der Stadt. Die Kirche Notre-Dame-du-Taur (14. Jh.) befindet sich daneben. Beeindruckend ist das Dominikanerkloster Les Jacobins (14. Jh.) Zum Kloster gehören eine Kirche, ein Kreuzgang mit Zwillingssäulen, die Kapelle Saint-Antonin und der 45 m hohe Glockenturm. Natürlich gibt es in Toulouse auch zahlreiche sehenswerte Museen, wie das Musee Saint-Raymond, das Musse des Augustins, untergebracht in einem ehemaligen Augustinerkloster, das Heimatkundemuseeum Musee Paul-Dupuy, das Naturkundemuseum Musee d‘Histoire naturelle und das Archäologiemuseeum Musée St-Raymond.
Die Häuser der reizvollen Stadt Albi, am Fluss Tarn, sind ebenfalls aus rotem Ziegelstein. Die Silhouette einer riesigen wehrhaften Kathedrale Sainte Cecile und der Palast des Erzbischofs (13. Jh.), beherrscht das Stadtbild. In dem Palast ist heute ein Museum untergebracht, das die größte Sammlung des franz. Malers Toulouse-Lautrec enthält, der in Albi geboren wurde. Die Idyllische Altstadt mit ihren restaurierten Bauten, ist ein Abstecker wert.
Lourdes, eine der berühmtesten Wallfahrtsstätten der Welt, ist nicht nur für Kranke eine Reise wert. Früher war die Ortschaft nur ein kleiner Ort, am Nordrand der Pyrenäen. Heute ist es das zweitwichtigste Touristenziel Frankreichs (5 Millionen Besucher jährlich). Im Februar 1858 machte die Visionen der vierzehnjährigen Bernadette Soubirous (Marienerscheinungen), an der Grotte de Massabielle, Lourdes zum Wallfahrtsort. Seitdem pilgern Tausende aus aller Herren Länder, verschiedenster Glauben zur Mariengrotte zum Gebet und lassen sich von der unerklärlichen Anziehungskraft des Ortes mitreissen. In 14 Becken am Gave-Ufern baden Kranke und hoffen auf eine wundersame Heilung. Jedes Jahr kommen mehr als 100.000 Freiwillige, um den Besuchern zu helfen.
Interessant sind das Musee Bemadette und ihr Geburtshaus, das Musee de cire sowie das Musee de Gemmail. Die Ortschaft selber ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in die nahen Pyrenäen, den Lac de Lourdes, wo man Boote mieten und angeln kann, oder den Berg Pic du Jer, dessen Gipfel (948 m) man mit einer Seilbahn erklimmen kann. Ausser der wichtigen Grotte hat der Ort seinen Besuchern noch mehr zu bieten. Sehr interessant ist das Chateau fort, welches man entweder über den Aufzug oder über eine Treppe (131 Stufen) erreicht.
Einen wunderschoenen Ausblick auf die Pyrenäen und das Gave-Tal, hat man von der der Pointe du Cavalier. Ausserdem beherbergt die Burg ein Pyrenäenmuseum und eine Kapelle. Sehr sehenswert ist auch der Place du Rosaire mit drei Kirchen.
Nicht verpassen sollte man die Stadt Millau. Ausserhalb der Stadt befindet sich das Viaduc de Millau die höchste und längste Schrägseilbrücke der Welt. Die Stadt Roquefort die Heimat des berühmte Schimmelkäses, ist ein Muss.
