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Languedoc-Roussillon

Languedoc-Roussillon ist eine Region westlich der Côte d’Azur, die sich bis zur spanischen Grenze und den Pyrenäen erstreckt. Das Gebiet faszieniert seine Besucher mit einer facettenreichen Landschaft, mit breiten feinsandige Stränden, weite Dünen, Felsen, Weinbergen, Hügellandschaften, Schluchten, verkarstete Hochebenen der Cevennen und die Hochgebirgslandschaft der Pyrenäen.

Hauptstadt der Region ist Montpellier. In der Universitätsstadt (drei Universitäten ) hat man in den letzten Jahren, die größte autofreie Innenstadtzone Europas geschaffen. Heute sind die einzigen Fahrzeuge, die auf den 24 km Straßen, Gassen und Plätzen, der Innenstadt fahren dürfen, der Minibus „Le Cuilhem" und die Trams (tagsüber). Zwei der Trams (Straßenbahnlinien) verbinden alle Sehenswürdigkeiten der Stadt mitainander. Eine Strasse, die sie bei ihrem Montpellierbesuch auf keinen Fall missen sollten, ist der Boulevard Bonne Nouvelle, mit dem Kunstmuseeum Musee Fabre (Wiedereröffnung 2007). Die Einkaufsstraße Rue de la Loge und die Rue Foch (Nobelboutiquen) lässt mit Sicherheit Frauenherzen höher schlagen.
Wer nach dem Stadtbummel zum Baden möchte, kann von der Innenstadt aus mit dem Bus zum Sandstrand Palavas-les-Flots fahren. Eine der Hauptsehenswuerdigkeiten der Stadt ist zweifellos der Arc de Triomphe (17. Jh.). Der Triumphbogen erinnert an die Siege Ludwigs XIV. Das einzige Gotteshaus der Stadt, das nie vollständig zerstört wurde, ist die festungsartige gotische Cathedrale St-Pierre (14. Jh.), die mit der Fassade der medizinischen Fakultät verlängert wurde.
Sehr interessant ist auch die, aus zwei Ebenen bestehende Promenade du Peyrou, die im 17. Jh. auf dem höchsten Punkt von Montpellier, angelegt wurde. Von der oberen Terrasse, mit dem Reiterstandbild Ludwigs XIV., hat man einen wunderschönen Ausblick. Dort wo heute (seit 1838) das Standbild steht, stand ursprünglich eine Statue Ludwigs XIV. Diese wurde während der franz. Revolution zerstört. Sehr sehenswert ist das Wasserreservoir, Chateau d‘eau genannt, sowie das Aquädukt (880 m lang - und 22 m hoch). Das Aquädukt wird von der Lez-Quelle gespeist und leitet das Wasser zu dem Wasserreservoir. Diese Reservoir ist mit drei Brunnen der Stadt verbunden: der Fontaine des Trois Graces, auf dem Place de la Comedie, der Fontaine de Cybele auf dem Place Chabaneau und der Fontaine des Licornes auf dem Place de la Canourgue. Einst für die Botanikschule von Montpellier (1593 ) angelegt, ist der Jardin des Plantes, der älteste botanische Garten Frankreichs. Heute erfreuen sich viele Besucher der Stadt an der herrlichen Pflanzenvielfalt.

Die Region Languedoc-Roussillon ist eines der bedeutendsten und grössten Weinanbaugebiete des Landes (Rot-, Weiß- und Rosewein). Die Weinberge beginnen nahe Narbonne und ziehen über Bziers, das Zentrum des Weinhandels der Region, bis hin nach Montpellier hin. Narbonne ist eines der Zentren des riesigen Weinanbaugebietes. Der Weinanbau hat den Charackter der Stadt geprägt. Da gibt es den Palais du Vin, südlich des Stadtzentrums. Ein Eldorado für Weinliebhaber, denn hier werden mehr als 2500 Winzer repräsentiert, es gibt kostenlose Weinproben und bei Bedarf Hilfe bei der Planung von Weintouren. Wer noch mehr über den Weinanbau wissen möchte, der findet 20 km westlich von Narbonne, in Lezignan-Corbieres (gegenüber dem Bahnhof) das Musee de la Vigne et du Vin, welches in einem ehemaligen großen Weingut (19. Jh.) untergebracht ist. Neben einer Sammlung verschiedenster Werkzeuge, die man zum Anbau und der Ernte brauchte, kann man hier auch Wein probieren.

Wegen des Weinanbaus, dem bedeutenden Hafen und als ein wichtiges Handelszentrum war Narbonne über viele Jahrhunderte hinweg, eine reiche Stadt. Heute noch kann man viele steinerne Zeugen aus der Antike, bis zum Mittelalter bewundern. Eines davon ist die Kathedrale Saint-Just. Faszienierend ist die gut erhaltene Altstadt mit unterirdischen Speichergängen (Römer), den zahlreichen Kirchen (Gotik), die historische Markthalle, wo heute noch Markt abgehalten wird und der prunkvolle Palais des Archeveques, der einst erzbischöfliche Palast. Wagen sie doch mal einen Spatziergang über den Canal de la Robine (UNESCO-Weltkulturerbe). Seine idyllischen Plätze, die mächtige Pont des Marchands und die reizende Fußgängerbrücke laden zum Flanieren ein.
Interesannte Bauten der Stadt sind der Salle au Pillier, der Palais Vieux (14. Jh.)mit dem Tour de la Madeleine.

Herausragendste Beispiele der griechisch-römischer Baukunst, finden sie auch heue noch in der historischen Stadt Nîmes. Eines der beeindruckendsten ist das gut erhaltene römische Amphitheater mit 120 doppelstöckigen Rundbögen, das seiner Zeit dem Colosseum in Rom nachempfunden wurde. Nicht weniger spannend ist das Maison Carree, ein Tempel aus dem Jahre 12 v. Chr., mit hohen korinthischen Säulen und einen Ausstellungsraum. Wer einen Superausblick erhaschen möchte, dem sei der Turm Tour Magne, auf dem Gipfel des Mont Cavalier (114 m) empfohlen. Das 30 Meter hohe Monument ist der Rest einer römischen Stadtmauer. Ein großes architektonisches Meisterwerk ist die Pont de Gard, ein Aquädukt das in der Römerzeit, Teil der Wasserversorgung der Stadt Nîmes sicher stellte.
Abgerundet wird das Bild des antiken Nîmes bei einem Besuch im Museum für Archäologie, eines der bedeutendsten Frankreichs. Wer nach soviel Geschichte in die Sterne blicken möchte, kann das im Planetarium der Stadt tun. Nördlich von Nîmes, auf einem Hügel befindet sich das reizvolle Städtchen Uzès. Die Geschichte des Ortes reicht bis in die Römerzeit (5.Jh.) zurück. Der Ort hat eine reizende mittelalterliche Altstadt, mit dem Herzogspalast Schloß Le Douché. Die bedeutenste Sehenswuerdigkeit von Uzès ist die Kathedrale Sankt Theodorit, die auf dem Standort eines römischen Tempels, errichtet wurde. (Baubeginn 1090). Die Ortschaft Carcassonne ist von einer mächtigen Stadtmauer umschlossen. Gegründet wurde die Stadt wurde von den Römern (1. Jh. v. Chr.). Heute gilt Carcassonne als eine der am vollständigsten erhaltenen Festungsstädten Europas. Die faszienierende Altstadt, wurde im 19. Jh. restauriert, wurde 1997 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die ehemalige Hauptstadt des Gebietes der Corbiéres, Lagrasse südöstlich des mittelalterlichen Carcassonne, liegt heute weitab der touristischen Gebiete. Zahlreiche der mittelalterliche Bauten sind immernoch sehr gut erhalten
Der mittelalterliche Ort (16. Jh.) Le Grau du Roi ('Kanalmündung des Königs') hat einen historisch gewachsenen, idyllischen Ortskern. Das ehemalige kleine Fischerdorf entwickelt sich langsam zu einem Urlaubsort.
Das Touristenressort (über 100.000 Betten) Cap d' Agde, liegt direkt am Meer. In der Hauptsaison im Juli und August scheint sich halb Frankreich an den Sandstränden des Ortes, zu verlaufen. Verschiedene Unterkünfte wie Ferienwohnungen, Campingplätze, Ferienhaeuser oder komfortable Hotels, haben sich hier angesiedelt. Ebenso ein beliebter, aber in der Hochsaison überlaufener Ferienort ist Collioure, an der Côte Vermeille. Der Ort wird von Ausläufern der Monts Alberes überragt. Einst war Collioure Stadt der Künstler. Zahlreiche Maler haben die Stadt verewigt. Maler wie Bracque, Matisse oder Picasso hielten sich hier auf. Heute wird man über einen ausgeschildertern Weg, durch die Stadt geführt. Der Weg geht zu den Orten, die von den Malern Matisse und Derain auf Gemälden zu sehen sind. An allen 20 Stellen kann man anhand einer Reproduktion das Bild mit der Wirklichkeit vergleichen. Der Ort hat eine idyllische Altstadt, mit vielen engen Gassen. Sein Highlight ist aber das Château Royal. Die massive Königsburg trennt die Hafenbecken Port d'Amont und Port d'Avall. Sie war im Mittelalter einige Jahre lang, die Sommerresidenz der Könige von Mallorca.