Nordeuropa Mitteleuropa Westeuropa Südeuropa Osteuropa Reiseclub Reisewetter Reiseführer Routenplaner Ferientermine Mietwagen in Europa Galerie Restauranttipps in Europa
Startseite Westeuropa Frankreich Französische Spezialitäten

Westeuropa


Irland Niederlande Grossbritannien Belgien Frankreich

Paris Normandie Bretagne Elsass Burgund Franche-Comté Côte d'Azur Rhône-Alpes Französische Spezialitäten Insel Korsika Champagne Languedoc-Roussillon Midi-Pyrénées Aquitanien Poitou-Charentes Loiretal Wintertourismus in Frankreich Die Provence

Haftungsausschluss Impressum Kontakt Sitemap Newsletter

Französische Trüffel

Die wertvollsten und teuersten Speisepilz der Welt, sind Trüffel. Die unterirdisch wachsenden Pilze sind in der feineren Gormetklüche kaum wegzudenken. Es gibt weissen und schwarzen Trüffel, wobei der Weisse der wertvollere ist. Die Preise sind abhängig von der Qualität der Pilze (Größe und Form) sowie der Quantität der Ernte. Preise von 10.000 Euro und mehr für ein Kilo sind keine Seltenheit.
Frankreich gehört neben Neuseeland zu den weltweit größten Trüffellieferanten. Wissenschaftler haben herausgefunden, das es ca. 240 verschiedene Trüffelarten gibt. Die Trüffelarten Frankreichs sind: der Périgord-Trüffel (Tuber Melanosporum) , der weisse Alba-Trüffel (Tuber Magnatum Pico), der Wintertrüffel - Musquée – Brumale (Tuber Brumale Vittadini), der Bitumen-Trüffel (Tuber Mesentericum Vittadini), der Sommer-Trüffel ( Tuber aestivum Vittadini) und der Burgunder-Trüffel (Tuber Uncinatum Chatin). Die exklusiven Pilze waren schon in der Antike bekannt. Die Römer schrieben ihnen aphrodisische Wirkung zu. Mediziner heute fanden heraus, dass Trüffel antibiotische und antimikrobielle Wirkung haben.

Das Departement Drôme in der nördlichen Provence ist das Trüffelparadies. Hier wachsen sehr gute Trüffel, man nennt sie dort auch die Schwarze Diamanten. 70% der kostbaren Pilze Frankreichs, stammen von hier. Die fruchtbarste Trüffelregion ist die Gegend zwischen Montélimar, Orange und Nyons östlich der Rhône. Bekannter ist das Gebiet Périgord. Die Erzeugnisse beider Regionen sind gleich gut. Bis Ende des 18. Jh. wurden Trüffel nur in natürlich gewachsenen Eichenwäldern, vor allem unter Steineichen und Haselnussbäumen gefunden. Erst danach legte man Trüffelhaine, die sogenannten Truffières an. Dafür baut man auf größeren Flächen Haselnussbäume an, deren Wurzeln mit einer Trüffellösung geimpft wurden. Ein Trüffelbaum braucht ca. zehn Jahre, bis an seinen Wurzeln Trüffel wachsen. Zwischen dem Baum und den Trüffeln entseht eine Art Symbiose. So nehmen die Trüffel über ihr feines Pilzgeflecht Spurenelemente auf, welche der Baum nicht aufnehmen kann. Der „Wirtsbaum“ versorgt die Trüffel mit den lebensnotwendigen organischen Substanzen.

Normalerweise wachsen Trüffelknollen in einer Tiefe von 20 cm. Desshalb hat man im Laufe der Zeit mehrere Methoden entwickelt, um die kostbaren Knollen zu finden. Manche Trüffel befinden sich fast unmittelbar an der Erdoberfläche. Der Fachmann kann diese direkt erkennen, anhand der Risse in der Erde rund um den Baum. Für Trüffelbauer eine Plage, aber bei der Ernte eine grosse Hilfe ist die Trüffelfliege. Sie hat einen besonders feinen Geruchssinn. Genau an der Stelle, wo sich ein Trüffel befindet setzt sie sich auf den Boden und legt dort ihre Eier ab. Die aus den Eiern schlüpfenden Maden kriechen sofort in die Trüffel, wo man sie nach der Ernte dann vorfindet. Wesentlich effektiver als auf diese Insekten zu warten ,ist der Einsatz von Trüffelhunden oder Trüffelschweinen. Schweine hat man bis vor einigen Jahren vorzugsweise benutzt, denn die Trüffelknollen sind nicht nur fuer Menschen, sondern auch fuer Schweine eine besondere Delikatesse. Leider war da die die Gefahr sehr groß, dass die Pilze, anstatt beim Trüffelbauer im Schweinemagen landete. Heute sind Trüffelschweine nur noch selten im Einsatz, meistens zu Werbezwecken. Abgerichtete Trüffelsuchhunde (Chiens faits), sind die effektievste Art die Knollen zu finden.
Um 1900 fanden Bauern in der Region jedes Jahr ca. 2.000 Tonnen Trüffel, heute ist man mit einer Ernte von ca. 30 Tonnen jährlich zufrieden. Die Hochsaison zur Trüffelernte November bis Ende Februar. Der Ort Richerenches ist der wichtigste Trüffeumschlagplatz Frankreichs. Jeden Samstag, zwischen November und März, ist hier Trüffelmarkt, dabei wechseln pro Markttag ca. 400 kg Trüffel den Besitzer. Immer am dritten Sonntag im Januar, findet in in der Marktstadt eine Messe, zu Ehren der Trüffel statt. Dabei werden einige besonders schöne Exemplare auf dem Altar zur Schau gestellt. Während des Gottesdienstes sammelt die Trüffelbruderschaft Trüffel in der Kollekte, welche nach der Messe zugunsten der Pfarrkirche und des Heiligen Antonius, des Schutzpatrons der Trüffel, auf dem Marktplatz versteigert werden.

Roquefort-Käse Französische Spezialitäten