Costa Verde
Eine weitere Urlaubsregion Portugals ist die Costa Verde (grüne Küste). Sie liegt zwischen der spanischen Grenze im Nordwesten des Landes, bis nach Porto. Ein idealles Reiseziel für Naturliebhaber, Angler und Wanderer (markierte Wanderwege) ist der Peneda-Gers-Nationalpark (70.000 ha) mit Wäldern, Wasserfällen, Stauseen, fischreichen Flüssen und felsige Gebirgen (bis 1500 m). Am Rande des Nationalparks gibt es einige Unterkunftsmöglichkeiten. Nicht weit davon entfernt befindet sich die Ortschaft Gers (Römerzeit ein Kurort). Heute findet man hier neben langen Stränden mit schattenspendenden Pinien, auch Spielkasinos, Cafes, Restaurants, Geschäfte, historische Bauwerke und archäologische Stätten.
Porto (ca. 300.000 Einw.), ist die zweitgrößte Stadt Portugals und die ist die wichtigste Stadt der Costa Verde. Porto ist Bischofssitz und Universitätsstadt. Das Stadtzentrum von Porto, am Nordufer des Flusses Douro, wurde von der UNESCO in die Welterbeliste eingetragen Die Stadt ist seit je her bekannt, den aus dem Umland um die Stadt, stammt der berühmte Portwein. Seit 1756 dürfen nur Trauben, aus einem gesetzlich genau festgeschriebenen Gebiet, zur Herstellung von Portwein verwendet werden. Porto hat eine reizvolle Altstadt mit mittelalterlichen Häusern, barocker Pracht und bunten Märkten. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten befinden sich im Kathedralenbezirk von Porto, das Wahrzeichen der Stadt - der Turm der Kirche Igreja dos Clérigos, romanische Kathedrale Se, auf dem Hügel Pena Ventos und die Capela sao Vicente.
Eine weitere bezaubernde Stadt der Region ist Braga, Sitz des Erzbischof-Primas von Portugal. Historiker gehen davon aus, das die Stadt Braga 300 v.Chr. von den Kelten gegründet wirde. Der historische Ort hat eine Kathedrale (12. Jh.), reiche Kunstschätze, im Museu de Arte Sacra in der Kathedrale, der frühere Erzbischöfliche Palast ist heute Stadtbücherei. Sehenswert sind auch die Kirchen Misericordia (Renaissance), Populo (17.-18. Jh.) und Nossa Senhora Branca (18. Jh.). Einige Kilometer außerhalb des Stadtkerns, befindet sich das Heiligtum Bom Jesus do Monte mit einem monumentalen barocken Treppenaufgang. Nicht weit entfernt ist altertümliche Kloster Tibaes und die Kirche Sao Frutuoso de Montélios (7. Jh.).

