Venetien
Die Region Venezien in Nordostitalien, ist eine der vielbesuchten und reichsten Gebiete des Landes. Wenn man von Venetien sprich, so denkt man sofort an seine Hauptsstadt Venedig, aber Venetien ist viel mehr als nur diese Stadt. Die Gebirgslandschaft der Region ist sehr vielfältig. Zum einen sind da die Bergmassive der Dolomiten. Die Gebirgsgruppe wird von einigen Flussläufen, Talungen und Beckenlandschaften gegliedert. Der höchste Berg der Dolomiten ist der Marmolada (3 344 Meter). Es gibt aber noch weitere 17 Gipfel, mit einer Höhe von über 3 000 Metern. Ein Plus fuer die Dolomiten als Urlaubsgebiet ist das wesentlich mildere Klima, im Vergleich zu den Alpen. So ist es nicht verwunderlich, das der Tourismus die bedeutendste Einnahmequelle, der hier lebenden Menschen ist. Es gibt in den Dolomiten zahlreiche schöne Urlaubsregionen. Im Sommer bietet die Region unendlich viele Wandermöglichkeiten, kleinere Badeseen und gut angelegte Radwege. Im Winter zeichnet sich die Region durch gut organiesierte Skigebiete, gepflegte Langlaufloipen, Eisbahnen und präparierte Pisten aus. Einige Naturparks, Museen, Burgen, Schloesser und Kloester runden das Bild fuer einen aktiven Urlaub ab.
Einer der wichtigsten Ferienorte der Region ist Cortina d’Ampezzo, das auf einer Höhe von 1211 m liegt. Cortina ist ein bedeutendes Wintersportzentrum. 1956 wurde hier Teile der Olympischen Winterspiele ausgetragen. Der mondäne Wintersportort ist seit dem 19.Jh. beliebtes Ziel. Wegen dem überwaeltigenden Panorama wurden in der Kulisse des Ortes schon zahlreiche Flime gedreht.
Landschaftlich sehr schön sind auch das Podelta, die Lagunenlandschaften, ausgedehte Weinberge, sowie weitläufigen Sandstrände der Adriaküste. Einige heilende Thermen sowie ein umfangreiches Kur- und Wellmessangebot, machen diese Region interessant. Die Abano Terme, ist ein beliebtes Reiseziel. Sie ist der berühmteste und älteste Kurort für Fangotherapie. Hier entspringt das heißeste Wasser der Welt (87°C). Schon die Römer kannten die Heilwirkung dieses Wassers. Heute erlebt der Tourist Albano als einen modernen Kurort. Wie in Albano gibt es auch in der Montegrotto Terme, das 87°C Grad heiße Heilwasser. Neben den heilenden Anwedungen stzt man hier auf eine Antisress und Schoenheitskuren. Etwas ausserhalb befindet sich ein bedeutendes Archäologiegebiet. Bei Ausgrabungn legte man Reste eines antiken Thermalkomplexes frei. Dieser bestand aus drei Tauchbecken und einem Kanalisationssystem. Nich weit vom Ausgrabungsfeld, befindet sich "Casa delle Farfalle", ein immenses Gewächshaus mit etwa 500 Schmetterlingen aus aller Welt. Weitere Termen der Regio sind die Terme di Caldiero, die Recoaro Terme und die Terme di Valgrande.
Ein aussergewöhnlicher Kurort befindet sich am Meer, nahe der Flussmündung des Tagliamento Bibion. Die Ortschaft ist der neuste Badeort Venetiens. Entstanden im letzten Jh. um mit seiner Thermale Erholungssuchende, gestresste Besucher in angenehmen Ambiente und einem grossen Wellnessangebot zu neuer Kraft und Erholung, zu helfen. Die angebotenen Therapien sind alle auf Wohlergehen, Schönheitspflege und Entspannung augerichtet. In früheren Jahren kam man wegen des Strandes und dem Meer. Heute kommen viele Besucher wegen dem Thermalismus der neusten Generation. Das Wasser der Therme ist alkali-, bikarbonat-, natrium- und fluorhaltig und erreicht eine Temperatur von ca. 52°C.
Im Urlaub in Venetin brauchen sie auf Sport nicht zu verzichten, Sie Strandbäder am Meer laden sie ein, zum Schwimmen, Schnorchen und verschieden Arten des Wassersports. Auf Wander- und Radwegen koennen sie die Gegend erkunden. Es gibt Golf- und Tennisplaetze. Im Winter locken die Berge mit Wintersport.
Gourmets finden in Venetien ein Eldorado an guten Restaurants und Trattorien. Einer der bekanntesten Desserts der italienischen Küche ist die Zabaione. Das Grundrezept dieser Weinschaumcreme, besteht aus Eigelb und Zucker die im Wasserbad weißschaumig geschlagen werden. Diese Masse wird mit Marsala, abgeschmeckt. Heute gibt es viele Varianten der beliebten Nachspeise. Das Rezept wurde im 16.Jh. von einem der berühmtesten venetianischen Koeche Bartolomeo Scappi, erfunden. Dieser war Koch am Hofe und der vatikanischen Küche. 1570 schrieb er ein Kochbuch in dem er ca. 1000 Rezepte der italienischen Renaissance-Küche veröffenlichte. Aber auch heute muss der Besucher Venetos nicht auf aussergewoehnliche Gaumenfreuden verzichten.
Zu den regionaltypischen Gerichten gehören, der Käse Monte Veronese, dessen Name von seinem Herstellungsgebiet herrührt, baccalà (getrockneter Stockfisch), Fegato alla veneziana (Leber), Polenta (schnittfester Maisbrei) und der Prosciutto Veneto Euganeo Berico. Getrunken wird in der Region vorallem Wein. Eine der bekanntesten Weine Venetiens ist der Prosecco. Der erfrischende Perlwein wird aus der gleichnamigen weißen Traubensorte, der Provinz Treviso (Trevisaner Voralpen) hergestellt. Weil der Schaumwein den Namen einer Traubensorte trägt, könnte er eigentlich überall auf der Welt hergestellt werden. Doch nur Prosecco aus der Region um die Gemeinden Valdobbiadene und Conegliano dürfen ihren Perlwein DOC-Prosecco nennen. Im Unterschied zu Champagner oder deutschen Winzersekten wird der Prosecco meistens nicht per Flaschengärung, sondern in Tankgärung (Méthode Charmat) hergestellt. Treviso, ist eine Stadt ca. 30 Kilometer nördlich von Venedig. Treviso ist Bischofssitz. Neben einigen Museen, Galarien und Bibliotheken, hat die von Bastionen und Kanälen durchzogene Stadt eine wunderschöne mittelalterliche Altstadt. Besonders sehenswert sind dabei, die gut erhaltene Stadtbefestigung, der Dom (12.Jh.), Die Kirche San Francesco (13.Jh.) und der Palazzo dei Trecento (13.Jh.)
30 km westlich von Venedig liegt die Stadt Padua. Zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes gehört die Basilika Sant’Antonio (13. – 14.Jh.), eine der meistbesuchten sakralen Bauten Venetiens. Sehr sehenswert ist die Scrovegni-Kapelle mit Fresken Giottos, welches zusammen mit einem Familienpalast im 14. Jh., auf der Ruinen eines römischen Theaters gebaut wurde. Hübsch ist die mittelalterliche Altstadt mit ihren Plätzen im Renaissance-Stil. Der imposanteste ist der Prato della Valle, der drittgrößte Innenstadtplatz Europas, dessen Parkanlage im 18. Jh. nach der Trockenlegung der Sümpfe entstand. Bei einem Rundgang durch die Stadt sollte man auch den Botanischen Garten, der 1545 gegründet wurde, den dem Palazzo del Capitano (1605), und den ehemaligen Gerichtshof, den Palazzo dela Ragione (13.Jh.) nicht verpassen. Die moderne Stadt beherbergt eine der wichtigsten Universitäten Italiens. Sie beherbergt das berühmten Teatro Anatomico, das älteste Anatomietheater der Welt. Ihr bekanntester Lehrer war der Naturwissenschaftler Galileo Galilei. Ein kulinarisches Event ist Padova da Gustare in der zweiten Julihälfte. Dabei verwandeln sich die Piazzas der Stadt in Top-Open Air-Restaurants und die besten Gerichte, der Küche Paduas, werden an hunderten von feinst eingedeckten Tischen serviert.



