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Ligurien

Am oberen Ende des italienischen Stiefels (Nordwest Italien) beginnt die ligurischen Küste, direkt an der Grenze zu Frankreich. Historische Funde belegen das dieses Gebiet schon im römischen Reich als Liguria bezeichnet wurde. Die ca. 300 km lange felsige Küste der Riviera wird auch gerne die Côte d’Azur Italiens genannt. Dennoch ist das hügelige Gebiet nahe der Küste, kaum touristisch überlaufen. Die bekannteste Urlaubsort an der Küste, die Hauptstadt der Riviera dei fiori ist der Kurort San Remo. Die Ortschaft befindet sich ca. 20 Kilometer von der französischen Grenze entfernt, in einer großen Bucht, zwischen Capo Nero und Capo Verde. Das ehemalige Fischerdorf, die sogenannte Perle der Blumenriviera, hat eine schöne mittelalterliche Altstadt, die „Kasbah“ mit engen Gässchen, überdachten Durchgängen und kleinen Plätzen. Heute ist San Remo ein modernes, elegantes Ferienressort geworden. Bekannt ist die Stadt wegen seinem Spielkasino und dem Festival della Canzone Italiana (Festival des italienischen Liedes). Die Blumenstadt (Città dei Fiori) mit ihren reichen Gärten, der Zucht von Rosen und Nelken sowie dem Blumenmarkt, ist auch ist eine Stadt der Künste und der Kultur. Sportbegeisterte koennen hier Angeln, Schwimmen, Tauchen, Rudern, Windsurfen, Golf spielen und Reiten.

Die Hafen- und die Provinzhauptstadt Liguriens ist Genua, deren Naturhafen schon zu Zeiten von Kolumbus und Garibaldi, wegen seiner strategisch äußerst günstigen Lage ein wichtiger Marine- und Handelshafen war. Genua liegt im Nordwesten Italiens. Entdecken sie die lebhafte multikulturelle Stadt. Die beiden prunkvollen Strassen Les Strade Nuove mit seinen Palazzi Rolli (historischen Adelspaläste aus dem 16. – 18. Jh.) im Zentrum der Altstadt (eine der größten Altstädte in Europas) wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklaert. Weitere interessante Sehenswürdigkeiten der Altstadt sind die Porta Soprana, ein ehemaliges mittelalterliches Stadttor auf dem höchsten Punkt der Altstadt, das Geburtshaus des Christoph Kolumbus ( 1451 – 1506). Die prunkvollen Paläste lassen erahnen, wie reich die Stadt war. Leider wurden viele der prächtigen Bauten im zweiten Weltkrieg zerstört und wurden viele Jahre aus wirtschaftlichen Problemen, resultierend aus dem Niedergang des Hafens und der folgenden Arbeitslosigkeit, nicht restauriert. Heute ist der Hafen von Genua der größte Seehafen des Landes und der zweitgrößte Hafen im nationalen und internationalen Containerverkehr. Es bestehen Fähr- und Handelsverbindungen zu fast allen Häfen der Welt. Im sogenannten Touristenhafen, gibt es Anlegeplätze für hunderte Boote und Yachten.
Die beiden bedeutensten Kunstsammlungen, der Stadt befinden sich in den Bauten des Palazzo Rosso und dem Palazzo Bianco (benannt nach der Fassadenfarbe) in der Via Garibaldi. Ebenfalls in der Strasse befindet sich der Palazzo Doria Tursi. Seit Mitte des 19. Jh. beherbergt der Palast, neben der Gemeindeverwaltung, eine wertvolle Kunstsammlung. Eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt ist der 77 m hohe mittelalterliche Leuchtturm (La Laterna), das Wahrzeichen der Stadt. Dieser befindet sich nahe der Fontana di Piazza de Ferrari ( Mittelpunkt der Stadt), auf einem Hügelvorsprung, im Westen Genuas. Auf dem Piazza de Ferrari befinden sich auch der wunderschöne restaurierte Palazzo Ducale, das ehemalige das Machtzentrum der Dogen und das wiederhergestellte Teatro Carlo Felice, das bedeutendste Opernhaus der Region. Sehr sehenswert ist das Aquariums (Acquario di Genova), das größte Aquarium Europas und das Meeresmuseum Galata. Historische Funde kann man in mehreren Museen der Stadt besichtigen, beeindruckend ist das Museo di archeologia ligure (Ligurische Archaeologie).
Der Flughafen Genuas, der wichtigste Flughafen Liguriens, nennt sich Aeroporto Genova-Sestri Cristoforo Colombo. Er befindet sich ca. 6 km westlich vom Stadtzentrum entfernt, auf einer künstlich aufgeschütteten Halbinsel im Mittelmeer, im Stadtteil Sestri Ponente . Eine der bekanntesten Köstlichkeiten die aus Genua stammt, ist mit Sicherheit die ungekochte Würzsauce, das Pesto ala Genovese. Diese benutzt man um Saucen oder Suppen abzuschmecken oder pur, mit etwas Kochwasser, der Nudeln, verdünnt als Sauce zu Pasta. Das Grundrezept fuer dieses Pesto sind Pinienkerne, die ohne Zugabe von Fett, in eine Pfanne anröstet werden. Danach abkühlen lassen. Olivenöl, Pinienkerne, Basilikumblätter, sowie gepellte Knoblauchzehen in einen Mixbecher geben. Mit einem Pürierstab pürieren. Fein geriebenen Parmesan unter das Pesto rühren, bis eine geschmeidige Paste entsteht, danach mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Pesto alla Genovese kann man auch als Konserve im Lebensmittelhandel bekommen