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Comer See

Der Comer See ist der drittgrößte See Italiens ( 51 km lang und an der breitesten Stelle 4,2 km breit). Er ist der der tiefste Binnensee Europas und ist ein Paradies für Naturliebhaber. Er liegt geschützt zwischen über 1000 m hohen Bergen. Der höchste Berg am Comer See ist der Monte Legnone ( 2609 m). Die Gegend verzaubert seine Besucher mit milden Klima, der abwechslungsreiche Landschaft, dem südländische Flair, der üppigen mediterranen Vegetation (Oleander, Palmen, Azaleen), gepflegten Uferpromenaden, den prächtigen Villen (zum Teil Luxushotels), den romantischen, liebevoll angelegten Gärten und den idylischen Orten am Seeufer.
Der Lago di Como, wie er auf Italienisch genannt wird und seine hübsche Ferienorte, sind ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Diese Ambiente, gepaart aus Luxus, Eleganz und historischen Bauten, zieht viele Besucher der High Society an. So ist es nicht verwunderlich, das einige Prominente des internationalen Jetset, sich am Seeufer, dem Garten Italiens, in prächtigen Villen niedergelassen haben. Der Comer See bietet für jeden Urlaubsgeschmack das passende.
Ruhe, Erholung und Wellness finden sie hier ebenso wie wie pulsierendes Nachtleben, ausgedehnte Shoppingmeilen oder sportliche Aktivitäten. Eine Vielfalt von Wassersportmöglichkeiten werden in den Strandbädern angeboten: Surfen, Segeln, Kiten, Tauchen, Schnorcheln und einige Funsports. Es gibt ausgeschilderte Wanderwege. Es gibt perfekte Hänge zum Bergsteigen oder Klettern. Mountainbiker finden Touren in verschiedenen Schwierigkeitsgraden vor. Auch einige Golfplätze sind in der Gegend zu finden.
Am Südufer des fischreichen Sees liegt die Stadt Como. Die Ortschaft war seit dem Mittelalter eine wohlhabende Stadt, Ihren Reichtum baute sie mit der Seidenraupenaufzucht und der Seidenverarbeitung auf. Heute noch sind einige marktführende seidenverarbeitende Unternehmen in der Gegend ansässig. Sie produzieren 70 % der europäischen Seidenverarbeitung (ca. 3200 Tonnen). So ist es auch nicht verwunderlich, das die wichtigste Seidenmesse Europas, die Idea Como, alljährlich im September in Como stadtfindet. Wenn sie Como besuchen sollten sie es auf keinen Fall verpassen das Seidenmuseum in Como, zu besuchen. Dort bekommen sie Einblicke in die Geschichte der traditionellen Seidenherstellung. Weltweit einzigartig ist der Concept Store La Tessitura, in einer stillgelegten Weberei, etwas ausserhalb der Stadt. In der ultramodernen, umgebauten Fabrikhalle von 1887, bietet der größte Seidenhersteller Comos, Moritz Mantero in spektakulaererm Ambiente zahlreiche Artikel ( alle aus Seide) an. Neben der fazienierenden Altstadt, sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten dieser aussergewohnlichen Stadt: die Kirchen San Fedele und San Abbondio (romanische Kirche, zwischen 1022-1095 gebaut), der prunkvolle Bischofspalast, der Stadtturm Porta Vittoria, der Dom aus dem 13.Jh. sowie das antike Stadtverwaltungsgebäude Broletto (13.Jh.). Die Festung Castello Baradello (12. Jh.) am Seeufer, ist eines der eindrucksvollsten historischen Bauten, der Stadt. Sehr interessant ist der 1928 eingeweihte Volta-Tempel, der zu Ehren des aus Como stammenden Physikers Alessandro Volta (Erfindungen des elektrischen Lichtes), errichtet wurde. Ein Erlebnis ist eine Fahrt mit der Funicolare, einer historischen Standseilbahn, die von Como in das idyllischen Bergdorf Brunate fährt. Von hier oben aus haben sie eine fantastische Aussicht.

Comer See

Strandpromenade

Auf der der Westseite des Sees befindet sich Sacro Monte di Ossuccio, mit der Wallfahrtskirche der heiligen Jungfrau. Auf dem Weg zur Kirche sind einige Kapellen, denen man nachsagt, das sie die Mysterien des Rosenkranzes darstellen. Mit ihrem Bau began man Mitte des 17.Jh. 2003 wurde Sacro Monte di Ossuccio von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Am Ostufer des Comer Sees liegt die Ortschaft Lecco. Die mittelalterliche Kleinstadt ist umgeben von Wasser, sowie schönen Bergen des Grigna-Massivs. Sie ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, die im Sommer zum Wandern und Bergsteigen, im Winter zum Skifahren und Snowboarden einlädt. Einst war Lecco ein Zentrum der Eisenindustrie. Damals machte man sich das vorhandene Eisenerz und das Wasser (Energiequelle), zu nutze. Heute spielt in der Stadt die Seidenindustrie eine übergeordnete Rolle. Auch in dieser Ortschaft befindet sich ein Seidenmuseum. Die gut erhaltene mittelalterliche Altstsdt, mit seinen historischen Bauten, Geschäften und Lokalen eignet sich vorzüglich für einen geruhsamen Stadtbummel. Der Dichter Alessandro Manzoni (19.Jh) beschreibt in seinem berühmten Roman “I Promessi Sposi“ (Die Verlobten) das Leben im 19. Jahrhundert in der Provinz. Zeitzeugnisse dieser Zeit findet man in der Villa Manzoni ( Haus des Schriftstellers), im Manzoni Museum sowie in mehreren Kirchen.
In derselben Provinz ist die Stadt Mandello del Lario. Einst wurde die Kleinstadt von Römern gegründet. Trotz des zunehmenden Tourismus und der Industriealisierung, konnte der historische Stadtkern seinen Characketr behalten. Etwas ausserhalb befindet sich der Firmensitz der Motorradfirma Moto Guzzi. Diese wurde hier im März 1921 gegründet.
Die drei Orte Como, Lecco und Bellagio bilden das sogenannte Larianisches Dreieck (Triangolo Lariano). Eine Perle des Comer Sees ist der Kurort Bellagio, welche man entweder mit dem Schiff, oder über eine sepentinenreiche Straße durch die Berge erreichen kann. Die Stadt verzaubert den Besucher mit dem malerischen Blick auf die Alpen, den pittoresken verwinkelten Gassen und dem idylischen Hafen. Die Schönheit des Ortes inspierierte die Architekten des 1998 eröffnete World-Leading-Hotels “Hotel Belagio“ in Las Vegas. Der elegante Ferienort zieht schon seit Jahrhunderten die Elite der Gesellschaft an, hier ihren Urlaub zu verbringen. Nicht selten trifft man Prominente in den luxuriösen Hotels, den hübschen Cafes und Restaurants am Seeufer, oder aber in den eleganten Designergeschäften. Wer hier in dem mondänsten Ort des Comersee Urlaub macht, weiß das er auf seines Gleichen trifft. Bekannt ist der Ort wegen der vielen kleinen Ateliers in den malerischen Hinterhöfen. Die Sehenswuerdigkeiten von Bellagio sind: das Castello Bellagio, der idylischen Fischerhafen, historische Mauerreste, des mittelalterlichen Verteidigungssystems, die Villen Melzi ( mit Museum) und die Villa Serbelloni (Sitz der Rockefeller-Stiftung) mit ihren bewundernswerten Parkanlagen. Sehr sehenswert sind die beiden Gotteshäuser Basilika San Giacomo sowie die Kirche San Giovanni Battista. Einen besonders schönen Ausblick auf den Comer See hat man vom nördlichsten Punkt der Halbinsel (Punta di Spartivento).
Bellagio bildet zusammen mit Menaggio und Varenna die Seemitte. In diesem Bereich ist der See bis zu 410 m tief und damit der tiefste in Europa. Menaggio und Tremezzo wird gerne auch als die die Küste "Tremezzina" bezeichnet. Menaggio am Westufer des Comer Sees, ist eine elegante, nette Kleinstadt, mit besonderem Flair. Ein besonderes Vergnügen ist ein Bummel durch die historische Altstadt mit seinen romantischen Gassen, oder über die Uferpromenade mit zahlreichen kleinen Strassencafés. Das gesellige Leben spielt sich am Yachthafen, am Fischerhafen und in dem Strandbad ab. Tremezzo ist reich an Geschichte besonders sehenswert ist die Villa Carlotta
Am Fuße des Berges Monte San Defendente (1315 m) liegt die romantische Ortschaft Varenna. Diese erreicht man am einfachsten mit dem Schiff von Bellagio, Cadenabbia oder Menaggio. Schon beim Einlaufen in den Hafen erkennt man die Schönheit des Ortes, mit seiner kleinen aber sehr hübschen Altstadt, die etwas erhöht vom Hafen liegt. Prächtige Villen, wie die Villa Cipressi (Hotel), oder die Villa Monastero, schönen Gärten und Parkanlagen, zahlreiche typische Lokale, die lange Seepromenade und verschachtelte Gassen prägen das Ortsbild. Sehr sehenswert sind auch die Kirche St. Giorgio (1313) , die beiden Oratorien San Giovanni Battista sowie Madonna delle Grazie und die Ruinen des Schlosses Castello di Vezio. Ein Naturphänomen ist die Quelle und der kurze Fluss Fiumelatte, der kürzeste Fluss Italiens (250 m). Schon Leonardo da Vinci interessierte sich für dieses eigenartige Flüsschen.
Am nördlichen Seeufer des Comer Sees liegt das ehemalige Fischerdorf Gravedona, in einer malerischen Bucht. Gravedona ist einer der wichtigsten Fremdenverkehrsorte in der Seeregion. Die schöne Uferpromenade, das kleines Strandbad und pittoreske Altstadt, sind ein Garant für schöne Ferien. Neben Wandermöglichkeiten und Klettersteigen, Radwegen, Windsurfstation, Segelschule, Schwimmbädern hat der Ort seinen Besuchern, dank seiner bedeutungsvollen Vergangenheit einige Sehenswürdigkeiten zu bieten.
Ebenfalls am nördlichen Seeufer ist das Windsurferparadies des Comer Sees, Domaso. Das charakteristisches Ortsbild des ehemaligen Fischerdorfes ist erhalten geblieben. Zu den Sehenswuerdigkeiten des Ortes zählen die die Kirche S. Bartolomeo und die Villa Camilla. Die einzige Insel im See ist die Isola Comacina, mit ihrem kleinen weißen Kirchlein S. Giovanni, in der Seemitte gegenüber der Dörfchen Ossuccio. Sie ist ca. 600m lang und ca 200m breit. Die Insel kann man mit dem Schiff ab Menaggio, oder mit einer kleinen Fähre ab Sala Comacina erreichen. Die Landschaft auf der Isola Comacina ist wild und fast unberührt. Auf der Insel befindet sich die Ruine der Basilika St. Eufemia (10. Jh.). Diese wurde während des Krieges im 12 Jh. verwüstet. Daraufhin verbat Kaiser Rotbart, mit einem Dekret, den Wiederaufbau von Festungen, Kirchen und Häusern auf der Insel. Heute gibt es hier einige Villen, in denen sich zumeist Künstler und Literaten aufhalten. So wurde aus der Insel ein wichtiges Kultutzentrum. Seit 1948 befindet sich auf der Insel ein heute berühmtes Restaurant, das Locanda dell'Isola Comacina. Es wurde einst vo drei Freunden eröffnet. Zwei der Freunde sterben unerwartet und plötzlich. Lino Nessi, der letzte der drei Freunde will sein Wirtshaus aufgeben, da die Insel verflucht sei, doch er blieb und zelebriet seit dem ein Feuerritual, jedes Mal wenn sich jemand in das Wirtshaus der Insel begibt, um den Fluch zu bannen. So entstand hier ein kleines Paradies fuer Gormets. Heute geben sich hier die Promis die Klinke in die Hand, Brad Pitt, Matt Damon, George Clooney, Bruce Springsteen, Arnold Schwarzenegger, Madonna und viele andere haben hier geschlemmt.