Peloponnes
Die Halbinsel Peloponnes ist seit dem Bau des Korinthkanals vom griechischen Festland getrennt und nur mit einer ca. 5.600 Meter breite Landenge (Isthmus) mit dem griechischen Festland verbunden. Der südlichste Teil des Balkans,hat Gebirge (höchter Berg 2400m), fruchtbare Ebenen, idyllische Orte und einige der bekanntesten antiken Stätten Europas. Die Region blickt auf eine lange bewegte Geschichte zurück (erste prähistorische Funde 15000 v. Chr.).
Peloponnes
Kleines Fischerboot in der Nähe von Naplio
Die grösste Stadt der Peloponese und die viertgrößte Stadt Griechenlands, ist die Stadt Patras, im gleichnamigen Golf. Die Hafenstadt hat eine Universität und ist Sitz des Erzbischofs von Patras. Die Stadt ist amphitheatralisch gebaut. Das Zentrum von Patras, liegt landeinwärts. Es ist bekannt fur seine langen Einkaufsmeilen und sein quirliges Nachtleben. Aber auch historische Monumente kann man hier finden, so wie die Überreste einer Akropolis, Ruine einer Mittelalterlichen Burg und das roemische Odeon (aus dem Jahr 160), mit 28 Sitzreihen. Weit ueber die Grenzen Griechenlands ist Patras fuer seinen Karneval bekannt. Über 50.000 Menschen feiern zwei Monate lang in der Stadt.
Nemea, eine Ortschaft südwestlich von Korinth, war schon in der Antike bekannt. Heute bietet der Ort seinen Besuchern, neben historischen Städten, auch hervorrragende Weine. Das Nemeatal ist eines der größten Weinanbaugebiete Griechenlands und hat eine jahrhunderte langer Tradition. Den trockenen Rotwein (griechischen Rebsorte Agiorgitiko.), mit fuchtigen Aroma kann man günstig bei den hiesigen Winzern erstehen. In der Antike fanden im Stadion von Nemea (des 4. Jh. v. Chr), die Nemeischen Spiele statt. Die Überreste des Stadtions sind heute noch zu besichtigen, ausserden gibt es ein Museum mit antiken Funden der Region.
Olympia, ist eine der bedeutendsten antiken Stätten Griechenlands, der Ursprungsort der Olympischen Spiele, wo die olympische Flamme bis heute entzündet wird. Ausserhalb des kleinen gleichnamigen Dorfes befindet sich die weitläufige Ausgrabungsstätte des Stadions, in dem die ersten Olympischen Spiele 776 vor Christi, bestehend nur aus einer Disziplin (Stadionlauf) stattfanden. Heute noch zu sehen sind die Ueberreste eines gewaltigen Zeus-Tempels. Im grossen Unterbau (64m lang - 28m breit), soll eines der sieben antiken Weltwunder, eine 14 Meter hohe Zeusstatue aus Gold, Silber, Edelsteinen und Elfenbein gestanden haben. Nördlich des Tempels sind Überreste eines Hera-Tempels, einen Schatzhausterrasse, und die Überreste des antiken Stadions, das einst Platz für 40.000 Zuschauer bot. Gegenüber der Ausgrabungsstätte befindet sich ein archäologisches Museum, mit zahlreiche Funden der Region u.a. die berühmte Statue des Hermes des Praxiteles (330 v. Chr.).
Der Olymp ist ein Gebirge mit über 50 Gipfeln, wobei der Mytikas ( 2.917m) der höchste Berg Griechenlands ist. Die höchsten Gipfel sind häufig bis Mitte Mai schneebedeckt. In der Antike galt der Olymp als Wohnsitz der Götter
Korinth und der Kanal von Korinth liegen direkt an der Landenge, welche die Peloponnes und das griechische Festland verbindet, am Fuße des Berges Akrokorinth. In der Antike war Korinth eine bedeutende Handelsstadt ( erstellung von Keramik und Metallwaren). Später wurde Korinth die Hauptstadt des römischen Griechenlands. Der Kanal von Korinth (ca. 6 km lang – 24 m breit – 8 m Wassertiefe) ist eine künstliche Wasserstraße. Die Ausgrabungsstätte Alt-Korinth (südwestlich der Stadt Korinth). Besonders sehenswert sind der Apollon-Tempel (550 v.Chr.), der Octavia-Tempel, die Agora und das Museum mit Funden aus den Epochen.
Mykene ist eine bedeutende archäologische Stätte. Heinrich Schliemann entdeckt, 1876 in Mykene u.a. die Totenmaske des Agamemnon (Nationalmuseum von Athen). Das antike Mykene hatte um 1600 v. Chr seine Blütezeit. Auf der Ausgrabungssätte kann man das imposante Löwentor (ca. 1250 v.Chr.), einenGetreidespeicher, verschiedene Gräber, 6 Königsgräbern, die Überreste mehrerer Häuser, die Reste des Palastkomplexes auf dem Gipfel der Anhöhe, das Schatzhaus des Atreus ( außerhalb der Festung) und das Kuppelgrab des Agamemnon (ca. 1300 v. Chr.) sehen.
Die Stadt Epidaurus war der bedeutendste Kurort der griechisch-römischen Antike. Heute ist es die bedeutendste antike Kultstätte, die je für den Gott des heilens Asklepios errichtet wurde. Zu der antiken Satdt gehört das eindrucksvolle Epidaurustheater, aus dem 3. Jh. v. Chr, das über eine sagenhafte Akustik (Festspiele des Epidaurus), verfügt. Das Theater hatte 55 Sitzreihen und Platz für ca. 13.000 Besucher. Kein anderes antikes Amphitheater des Landes ist so gut erhalten. Zwischen dem Theater und den Ausgrabungsstätten befindet sich das Museum von Epidauros, mit Skulpturen, Statuen und andere Funde der Ausgrabungsstätte. In der Ausgrabungsstätte befindet sich das Heiligtum des Asklepios (im 4. Jh. v. Chr.) und die Tholos, ein Rundbau aus dem 4.Jh. vor Christi. Im dorischen Tempel des Asklepios, befand sich die Kultstatue des Asklepios. Südwestlich des Tempels stand einst die Tholos, das ehemals prachtvollste Bauwerk von Epidauros. Heute stehen leider nur noch die Grundmauern der Tholos. Der Badeort Palea Epidauros ist heute ein beliebtes Strandbad, mit Unterkünften aller Klassen.
In der Antike war Sparta, das heute eher unscheinbar wirkt eine bedeutende Stadt, von der aber nur sehr wenig erhalten geblieben ist. Die antiken Überreste auf dem Hügel, wo einst die Akropolis stand, sind recht spärlich, genauso wie die des Tempels der Artemis Orthia.
Ca. 5 km von Sparta entfernt ist die ehemals byzantinische Metropole Mistra. Sie ist bis heute fast unverändert geblieben. Das verlassene Dorf hatte zahlreiche byzantinische Kirchen und Klöster, Paläste und viele Herrenhäuser. Beeindruckend ist die die ehemalige Bischofskirche Mitropolis (1291) mit schönen Wandmalereien, Mosaiken und Skulpturen. Die Kreuzkuppelkirche Evangelistra, das Kloster (14. Jh.) das Pandanassa-Kloster, immer noch von Nonnen bewohnt und die Festung (1249) mit besonders gute Aussicht, sind sehr sehenswert.
Am Argolischen Golf befindet sich die ehemalige Hauptstadt Griechenlands Nafplion, mit einem alten Ortskern. Die Platia (Dorfplatz), Mittelpunkt der ist gesäumt von einigen Lokalen. Auf einem 220 Meter hohen Berg (ca 800 Stufen oder asphaltierten Straße) thront die Ruine der venezianische Festung Palamidi. Von hier aus haben sie einen tollen Ausblick. Empfehlenswert ist ein Ausflug (mehrmals tägl. Boote) auf die kleine, Nafplion vorgelagerte Insel, mit der Festung Bourtsi und dem Volkskundemuseum. Nicht weit von Nafplion entfernt gibt es einige schöne Strände und Ferienorte. An der Strasse von Nafplion nach Argos, befinden sich die Überreste der mykenische Burg von Tiryns (14. bis 12. Jh.v.Chr.), einem Mauerring, dem Palast und der Unterburg.
Knapp 15 km von Nafplion und dem Argolischen Golf entfernt befindet sich die Ortschaft Argos, eine landwirtschaftlich und industrielle Stadt, aber auch eine der ältesten Städte Griechenlands. An der Straße in Richtung Tripolis gibt es eine Ausgrabungsstätte, mit römischen Thermen (2. Jh.), einem Theater (3. Jh.v.Chr.) und einem Theater für Musikdarbietungen (Odeon) aus dem 5. Jh. v. Chr.
